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Einleitung
Dass World in Conflict einen ausgezeichneten Multiplayer-Modus besitzt, müssen wir wohl an dieser Stelle nicht erwähnen. Davon konnte sich jeder WiC-Interessierte vor wenigen Wochen während der Open Beta selbst ein Bild machen. Doch wie spielt sich der Singleplayer-Modus? Kann er mit dem Multiplayer-Modus mithalten? Oder erwartet uns sogar ein Singleplayer-Blockbuster? Vivendi Games Deutschland hat uns freundlicherweise eine Preview-Version mit einer kleinen Auswahl an Missionen zur Verfügung gestellt, welche wir nun genauer unter die Lupe genommen haben, um euch unsere Eindrücke in einer kleinen Preview zusammenzutragen.
Um was geht es in World in Conflict?
Die Story versetzt den Spieler in eine alternative Gegenwart. Wir schreiben das Jahr 1989. Der „Kalte Krieg“ spitzt sich zu. Die Berliner Mauer ist nie gefallen. Um den Zusammenbruch der Sowjetunion zu vermeiden, startet die UdSSR einen verzweifelten Ablenkungsangriff auf Europa. Die USA reagieren prompt und entsenden einen Großteil ihrer Truppen ins Krisengebiet Europa. Doch genau darauf hat die UdSSR gewartet; sie starten im Nordwesten der USA einen Überraschungsangriff und holen zum entscheidenden Vernichtungsschlag gegen den kapitalistischen Erzfeind aus. Willkommen bei World in Conflict!
Verantwortlich für die geschichtliche Umsetzung ist übrigens kein geringerer als Larry Bond. Er half bereits Clancy bei seinem Roman „Red Storm Rising“.
Wer nimmt am Krieg teil?
Der Spieler schlüpft in die Rolle des Vietnam Veteranen Ltd. Barker und kämpft auf den Seiten der USA für Recht und Freiheit. Euer Vorgesetzter ist Colonel Jeremiah Sawyer, der viele Erfahrungen im Vietnam-Krieg sammeln konnte. Nach einem Fehlschlag 1984 in Nicaragua trat er vom aktiven Dienst zurück. Als der Krieg dann in Europa unausweichlich schien, trat Colonel Sawyer der Armee wieder bei. Von ihm erhaltet ihr zu Beginn eure Einsatzbefehle.
Als erbitterter Feind der USA- und NATO-Streitkräfte, trumpft die Sowjetunion mit einer riesigen Streitmacht auf, um beiden Feinden Paroli bieten zu können. Mit ihr will der kommunistische Staat einen großen Teil der Welt an sich reißen, um den drohenden Untergang der Weltmacht UDSSR abzuwenden.
Die NATO, die dritte „Kampfmaschinerie“ in World in Conflict, kämpft zusammen mit der USA gegen die russische Invasion in Europa. In der Kampagne spielt ihr primär die Amerikanischen Streitkräfte, die NATO steht euch als Verbündeter zu Seite. Selbst spielen werdet ihr sie nicht können, genauso wenig wie die UdSSR-Fraktion.
Die Missionen
Insgesamt wird es in der finalen Version 14 Einzelspieler-Missionen geben, die neben den primären Einsatzzielen, auch eine Vielzahl an sekundären und besonderen Bonus-Zielen bieten werden. So kann es passieren, dass der Spieler kurz vor Beendigung der ersten primären Mission weitere Aufträge erteilt bekommt. Er hat nun die Wahl, ob er diese Sekundären Aufträge erfüllen will, oder sich lieber um sein Primärziel kümmert.
Um das ganze entsprechend spannend zu halten, bekommt der Spieler sehr abwechslungsreiche Missionen geboten, die sich immer wieder von der Spielart und den Missionszielen unterscheiden. So wird bezweckt, dass zu keinem Zeitpunkt im Spiel Routine einkehrt und das Gameplay immer wieder Abwechslungen und Überraschungen bietet, die ein differenziertes, taktisches Vorgehen verlangen. Wer sich übrigens Zeit für die sekundären Aufträge nimmt, wird es nicht bereuen. Es warten als Belohnung nicht nur ein erhöhtes Budget und kostenlose Verstärkung auf euch, sondern auch besondere Einheiten die ihr normalerweise nicht über das „Ordermenu“ kaufen könnt. Zudem gibt es am Ende der Mission mehr Medaillen, die ihr euch verdienen könnt. Jedoch nehmen diese Sondermission auch Einfluss auf die Spieldauer der einzelnen Missionen.
Wo wir gerade dabei sind: nach Aussage von Massive Entertainment soll die komplette Kampagne eine Dauer von rund 15-20 Stunden haben.
Die erste spielbare Mission ist in unserer Preview die sechste im Hauptspiel. Hierfür wurde die im Multiplayer-Modus bekannte Map „Riviera“ benutzt. Zwar lädt die idyllische Küstenregion mit ihrer kleinen Hafenstadt, den Wäldern und der Weinplantage zum Urlaub machen ein, doch dafür bleibt leider keine Zeit. Es herrscht schließlich Krieg. Und wir sind mitten drin.
Kommen wir nun zu einer kleinen Einsatzbeschreibung: Nachdem der Krieg nun schon seit fast mehr als zwei Monaten in Europa wütet, wird der Spieler von Col. Sawyer beauftragt, die bevorstehende Invasion der Russen nahe Marseille aufzuhalten. Neben Sawyer, der dem Hobbykommandanten einige hilfreiche Tipps mit auf den Weg gibt, steht außerdem noch Captain Mark Bannon zur Seite, der die NATO Streitkräfte befehligt und versucht, uns den Rücken freizuhalten.
Das erste Missionsziel besteht darin, einen Hügel, auf dem sich die Russen mit Artillerie verschanzt haben, zu säubern. Das schwere Artilleriefeuer macht Captain Bannon ganz schön zu schaffen und zerlegt einen Grossteil seiner Truppen.
Neben schweren und mittleren Panzern stehen uns in der Mission noch Truppentransporter, Kampfhelikopter und Reparaturfahrzeuge zur Verfügung. Nachdem die Lieferung geordert wurde und die ersten kleineren Konfrontationen überstanden sind, bekommen wir das erste Mal die Möglichkeit uns zu entscheiden. Entweder führen wir unsere Primärmission fort und fahren weiter Richtung Hügel, oder wir machen einen kleinen Abstecher auf die Apfelplantage und helfen Captain Bannon, diese von Feinden zu säubern und sie in Besitz zu nehmen.
Sobald man den Hügel erobert hat, wird der Spieler kurze Zeit später von Sawyer beauftragt, das kleine Hafendorf zu säubern, welche die Russen überraschenderweise besetzt halten. Als kleine Belohnung für das erste erfolgreiche Missionsziel bekommen wir zwei schwere Artilleriefahrzeuge geschenkt, die wir, wie zuvor die Russen, auf dem Berg platzieren um die Schussreichweite zu erhöhen.
Kurz vor dem Dorf wird aber klar, das die Russen sich nicht so einfach vertreiben lassen. Alle Stellungen sind massiv befestigt, zudem lauern in den engen Gassen und in den Gebäuden überall Infanterie und feindlich Verbände. Um unsere Einheiten nicht in den sinnlosen Tod zu schicken, machen wir Gebrauch von unseren Tactical Aid’s, die man für das zerstören, reparieren, erobern und ausbauen von Stellungen bekommt. Mit diesen könnt ihr unter anderem vernichtende Angriffe aus der Luft starten.
Dank Napalm und Präzisions-Artillerie machen wir dem Gegner im Dorf schnell den Gar aus. Unsere Artillerie auf dem Berg erledigt den Rest. Aus Sicherheitsgründen stecken wir noch mal 5 Tactical Aid Punkte in eine Luftaufklärung über dem Dorf und siehe da, immer noch verstecken sich einige Einheiten in den Gebäuden.
Diese können vor allem unseren Panzern und Truppentransportern gefährlich werden. Die lasergesteuerten Bomben sind dafür genau die richtige Wahl. Binnen weniger Sekunden schlägt unsere Bombe in das ausgewählte Gebäude ein und hinterlässt eine gigantische Rauchwolke inklusive tausender herumfliegender Teile. Auch die Tactical Aid Waffen, die je nach Mission variieren können, wissen optisch vollends zu überzeugen.
Nachdem auch das Küstendorf in unseren Händen ist, bekommen wir schon den nächsten Auftrag. Die Russen formieren ihre letzten Einheiten zu einem Gegenangriff, um das Dorf um jeden Preis zurückerobern. Wir haben etwa 3 Minuten Zeit, uns auf die herannahende Invasion einzustellen. Das heißt für uns im Klartext: Stellungen ausbauen und befetigen („Fortifications“) und die Stadt an den Zugangsstrassen bewachen. Nachdem auch dieser letzte Angriff der Russen erfolgreich abgewehrt wurde, müssen wir nur noch die restlichen Truppen im Einsatzgebiet vernichten und die Mission ist gewonnen. Natürlich könnt ihr die Mission auch anders angehen. Dies war lediglich unsere Variante, die Mission zu lösen.
Die Schauplätze
Neben den Schlachtfeldern in Europa und Russland, wird es aber auch Gefechte in den USA geben. So kämpft der Spieler gleichermaßen in Städten aber auch in ländlichen Gegenden und idyllischen Dörfern für die Vormachtstellung der USA. Weitläufige Schauplätze wie Wüsten, Sandstrände und Steppen wird es ebenfalls geben. Die Level sind allesamt sehr großzügig gestaltet und bieten endlose taktische Möglichkeiten. Die diversen Wettereffekte wie Schnee, Regen, Nebel und auch Sandstürme lassen die Level noch realistischer erscheinen. Auf jeder Karte von World in Conflict sind eine Vielzahl an liebevoll gestalteten, kleinsten Details zu entdecken. Beispiel gefällig? An einigen Familienhäusern stehen Holzkohlegrills auf denen man sogar erkennen kann, welches Fleisch gegrillt wurde.
Umso länger und intensiver eine Schlacht wütet, desto bedrohlicher erscheint die Landschaft. Wo am Anfang noch die Sonne schien, ziehen nun dunkle Wolken auf und vermitteln ein beklemmendes Gefühl. Dazu trägt das eigens entwickelte Wettersimulationssystem bei.
Zudem sind auch im Singleplayer-Modus alle Objekte und auch das Terrain komplett zerstörbar. So kann eine BFB (Atombombe) nicht nur alles dem Erdboden gleich machen, sondern hinterlässt auch einen riesigen Krater im Boden.
Die Atmosphäre
Aber nicht nur die einzelnen Schauplätze wissen grafisch zu überzeugen. Auch was neben den Schlachtfeldern passiert, wirkt sehr realistisch und glaubwürdig. Die stark modifizierte Masstech Engine, welche ursprünglich in der Ground Control-Reihe Verwendung fand, stellt die einzelnen Gebiete, Einheiten und Fahrzeuge so detailiert wie in keinem anderen Strategie-Spiel dar. Wer nahe genug an seine Einheiten heran zoomt, hört zum Beispiel einige Gespräche, wie die Streitkräfte ihre Chance, den Krieg zu gewinnen, einschätzen. Aber auch Diskussionen über die Vor- und Nachteile von Rollenspiel Charakteren, wie zum Beispiel einer Amazone, können belauscht werden.
Damit gefallene Soldaten, zerstöre Fahrzeuge und herumfliegende Objekte nicht wie schwere Steine zu Boden fallen, hat Massive Entertainment hierfür die Havok Physikengine in der Version 2.5 lizensieren lassen. Dies trägt ein ganzes Stück dazu bei, dass die Interaktion mit der Umwelt noch realistischer ausfällt.
In der uns vorliegenden Preview-Version arbeitete die Physik noch etwas ausgereifter als in der Open-Beta. So flogen keine Stromleitungen mehr wild in der Luft herum und Objekte wie Häuser und Statuen fielen noch realistischer in sich zusammen.
Neben der umwerfenden Spielgrafik und Physikengine, soll es noch über eine Stunde an gerenderten Videos geben, die den Spieler auf die Mission einstimmen und die Geschichte von World in Conflict erzählen.
Das auch diese Videos überzeugen können, zeigen kleine Ausschnitte aus vorangegangen Cinematic-Trailern, welche übrigens alle beim 20-köpfigen, hauseigenen Render-Team entstanden sind.
Fazit
Von Michi:
Als ich die erste Mission der Preview Version angespielt habe, fühlte ich mich sofort im Kampfgeschehen sehr wohl. Denn von Beginn an, erinnerte mich das komplette Gameplay an den Multiplayer-Modus, den man schon vor einigen Wochen antesten konnte. (einige Maps wurden auch aus dem MP-Part entnommen und für den Singleplayer-Part angepasst –siehe Missionsbereich-)
Nach einer kurzen Spielzeit werden aber auch hier große Unterschiede bemerkbar. So müssen im Singleplayer-Modus andere Missionsziele erreicht werden als im Multiplayer-Modus und sind nicht nur auf Halten und Erorbern der strategischen Punkte begrenzt.
Ebenso erstaunlich ist auch die KI (künstliche Intelligenz) im Spiel. Diese arbeitet hervorragend und passt sich dem Spieler an. Zum Beispiel setzt der computergesteuerte Gegner Spezialangriffe geschickt zu seinem Vorteil ein, und variiert diese je nach Taktik des Spielers.
Das Gamplay hat mich insgesamt vollends überzeugt und ich fiebere den restlichen Missionen in der Vollversion entgegen. Ich bin gespannt, was mich noch alles erwarten wird…. Eindruck: exzellent!
Von Martin:
Ich hätte es für nicht möglich gehalten, das die Jungs aus Schweden ein Teambasiertes Action-RTS so exzellent für den Solostrategen umsetzen können. Die Tiefe des Spiels ist allgegenwärtig, es herrscht immer eine spannende und auch beklemmende Atmosphäre. Besonders gut gefielen mir u.a. die diversen Charaktere, die ein gutes Stück zur Stimmung beitragen. Die Level spielen sich allesamt fordernd, jedes bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Einsatzziele und überraschende Wendungen. Die umwerfende Grafik und die gelungene Story machen die Sache perfekt. Eindruck: die neue RTS-Referenz!
Von Haschbeutel:
Nachdem mich schon in Ground Control II mehr der Multiplayer Teil als die Kampagne interessiert hat, habe ich mich auch bei World in Conflict mehr auf den Multiplayer gefreut. Die Kampagne war für mich nicht mehr als ein nettes „Beiwerk“.
Doch schon die erste Mission unserer Preview-Version machte mir jetzt auch die Kampagne schmackhaft. Während die Kampagnen vergleichbarer Spiele immer nur Stur nach dem „Basisbau-Rohstoffsammeln-Gegner töten“ – Schema ablaufen, ist World in Conflict erfrischend neu. Man kommt direkt in die Action, überall passiert was, dauernd muss man aufpassen, dass seine Einheiten zur richtigen Zeit am richtigen Ort stehen.
Die Bonus-Missionen wirken nie aufgesetzt, sondern machen Sinn und fügen sich dadurch nahtlos in das Kampfgeschehen ein. Auch die Unterhaltungen der Vorgesetzten sind gut integriert und lockern das Geschehen auf, ohne das ganze dabei ins Lächerliche zu ziehen.
Von der unglaublich guten Grafik und dem realistischen Sound will ich jetzt gar nicht erst reden, ich denke, diese wurde schon oft genug gelobt.
Einzig die gegnerischen Spawnpunkte hätten mehr Variationen vertragen können. Von diesem kleinen Kritikpunkt abgesehen macht World in Conflict einen riesen Spaß. Ich freue mich jedenfalls tierisch, wenn das Spiel erscheint. Mögen die Kriege beginnen! – Eindruck: Ausgezeichnet!
Letzte Änderung: 20.08.2007 - 15:12:57
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| Denkt ihr das WiC wieder auflebt mit dem Addon? |
JA:
47.1% (49) |
Hoffentlich:
43.3% (45) |
Eher nicht:
5.8% (6) |
Nein:
3.8% (4) |
Stimmen: 104 Umfrage beendet! |
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